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Beat, Schichtleiter Einsatzleitzentrale

Dass die Polizei nicht nur Bussen verteilt wissen alle, die uns in der Not gebraucht haben!

23.06.2021
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Stell dich doch mal vor. Wer bist du?
Mein Name ist Beat. Ich bin 43 Jahre alt, habe den Grad eines Feldweibels und arbeite seit bald 19 Jahren bei der Luzerner Polizei. Vor 14 Jahren wechselte ich in die Einsatzleitzentrale und bin dort seit 11 Jahren Schichtleiter.

Wie bist du zur Luzerner Polizei gekommen? Was waren die Gründe für deine Berufswahl?
Nach meiner Berufslehre als Maurer arbeitete ich drei weitere Jahre im Lehrbetrieb. In einem Gespräch mit meinem damaligen Chef zeigte sich, dass er meine weitere Zukunft nicht auf der Baustelle sah. Nicht weil er mit meiner Arbeit unzufrieden war, sondern weil er mich fördern wollte. Ich soll mir weitere Berufsrichtungen ansehen, teilte er mir mit. Ich nahm mir dies zur Herzen und begab mich auf die Suche. Irgendwann, ich weiss selber nicht mehr genau wann und wo, fragte mich ein Bekannter, ob ich mir schon überlegt habe zur Polizei zu gehen? Ehrliche Antwort: «Nein, bisher nicht». Die Idee liess mich ab diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr los und so fing ich an, mich zu informieren. Mein privates Umfeld motivierte mich bei meinem Vorhaben.
Nach meiner Entscheidung, mich für die Polizeischule der damaligen Kantonspolizei Luzern zu bewerben, ging alles extrem schnell. Ich rief im Jahr 2000 an einem Donnerstag die damalige Personalchefin an. Ich wollte wissen, wann die Aufnahmeprüfungen sind. «Am nächsten Dienstag ist die Letzte für dieses Jahr» erhielt ich als Antwort. Ich solle doch alle Unterlagen mitnehmen und am Dienstag direkt vorbeikommen. Gesagt, getan – und so ging meine Reise bei der Polizei los.

Wie war dein bisheriger Werdegang? Wo warst du bei der Luzerner Polizei schon überall tätig?
Ich absolvierte die 34. Zentralschweizer Polizeischule 2001/2002 in Sempach. Nach einem Jahr Schule wurden wir «Neuen» in die verschiedenen Abteilungen bei der damaligen Kantonspolizei eingeteilt. Ich durfte meine ersten Schritte als «richtiger» Polizist in der Polizeiregion Kriens machen. Nach einem halben Jahr in der Agglomeration Luzern wurde ich, wiederum für ein halbes Jahr, beim Polizeiposten Zell eingeteilt. Dieses für mich sehr herausfordernde Jahr, bleibt mir in schöner Erinnerung. 

Nach meiner Ausbildungszeit konnte ich mich für einen Polizeiposten bewerben. Ich durfte gemäss meinem Wunsch zum Polizeiposten nach Reiden. Nach ca. dreieinhalb sehr interessanten und lehrreichen Jahren bewarb ich mich dann 2007 auf eine freie Stelle in der Einsatzleitzentrale, wo ich heute noch arbeite.

Wie sieht deine heutige Tätigkeit bei der Luzerner Polizei aus?
Als Chef Einsatzgruppe ELZ, so lautet meine genaue Stellenbeschreibung, bin ich für den reibungslosen Dienstablauf in der Einsatzleitzentrale verantwortlich. Hier in der Einsatzleitzentrale werden alle Notrufe vom Kanton Luzern, welche über die Nummern 117, 118 und 112 eingehen, bearbeitet. Wir disponieren Polizeipatrouillen, leiten Einsätze, machen Abklärungen aller Art, bieten die Feuerwehren auf, überwachen die Autobahn, unterstützen die Kollegen an der Front und noch vieles mehr. 

Es kann zum Beispiel sein, dass jemand anruft und sein Kind vermisst. Sofort organisieren wir eine Suche und bieten Hilfen an. Der nächste Telefonanruf ist total hektisch, weil sich soeben ein schwerer Unfall ereignet hat oder es irgendwo brennt. Jetzt gilt es, möglichst rasch alle Aufgebote zu machen um den Einsatz vor Ort zu bewältigen. Dann klingelt das Telefon erneut und eine Person in einem seelischen Tief ist am Apparat, die jemanden zum Reden braucht oder die Polizei als letzte Hilfe sieht.

Kein Telefonanruf ist wie der andere. Jeder Arbeitstag ist spannend und die Tätigkeiten sehr breit und vielseitig gefächert. Genau aus diesem Grund arbeite ich so gerne in der Einsatzleitzentrale. 

Du arbeitest im Schichtdienst. Wie lässt sich dein Beruf mit deinem privaten Umfeld (Familie und Freunde) vereinbaren? 
Ja, ich arbeite im Schichtbetrieb. Meine Frau ist die Tochter eines Polizisten. Zudem kennt sie aus ihrem Beruf die Vor- und Nachteile vom Schichtdienst bestens. Meine Kinder kennen gar nichts anderes. Klar, ich kann durch den Schichtdienst nicht an jedem privaten Fest und Anlass dabei sein. Aber über die Jahre hat sich auch mein privates Umfeld darauf eingestellt. Für mich hat der Schichtdienst mehr positive, als negative Seiten.

Wie empfindest du die Zusammenarbeit mit deinen Kolleginnen und Kollegen im Korps?
Ich arbeite sehr gerne bei der Luzerner Polizei. Als Mitarbeiter der Einsatzleitzentrale habe ich regelmässig mit sehr vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Kontakt. Für mich ist dies sehr wertvoll. Wir haben alle das gleiche Ziel. Wir wollen für die Bevölkerung und die Besucherinnen und Besucher des Kantons Luzern da sein, wenn sie Hilfe benötigen. Wir schreiten immer da ein, wo es nötig ist.

Möchtest du noch etwas Abschliessendes sagen?
Dass die Polizei nicht nur Bussen verteilt wissen alle, die uns in der Not gebraucht haben!


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