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Marc, Eichmeister

Der Eichmeister schützt die Bevölkerung vor gewollten und ungewollten Falschmessungen.

30.03.2022
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Stell dich doch mal vor. Wer bist du?
Ich bin Marc, Eichmeister beim kantonalen Eichamt und seit 1. September letzten Jahres bei der Luzerner Polizei. 

Was hast du ursprünglich gelernt? Wo warst du vorher tätig?
Ich war als Account Manager im IT-Umfeld in die Berufswelt gestartet und habe nach ca. 6 Jahren einen Schnitt gewagt und mich meiner Passion Wein zugewandt. Nach erfolgreichem Abschluss als Önologe habe ich einige Zeit im Ausland (Neuseeland) wie auch im Inland auf verschiedenen renommierten Weingütern mitgewirkt sowie ein eigenes, kleines Weinprojekt gestartet. Zuletzt habe ich im Kanton Aargau an der Grenze zu Deutschland gearbeitet, war und bin jedoch in Luzern wohnhaft. Mit dem Familienzuwachs kam die Frage nach einer Beschäftigung im näheren Umkreis in den Mittelpunkt.

Wie bist du zur Luzerner Polizei gekommen? Was hat dich an der Stelle angesprochen?
Da war ein Stelleninserat mit Aufgaben, welche mich angesprochen haben. Dass der Kanton Luzern bzw. die Luzerner Polizei der Arbeitgeber ist, war für mich zu Beginn nicht zentral. Als ich dann beim ersten Vorstellungsgespräch dem zweithöchsten Polizisten gegenübersass, merkte ich, dass ich mich wohl im Anschluss mal genauer mit meinem künftigen Arbeitgeber auseinandersetzen sollte. Die Rahmenbedingungen stimmen, die Luzerner Polizei ist fortschrittlich organisiert und schätzt seine Mitarbeitenden.

Im Beruf begrüsse ich die Abwechslung – nichts ist schlimmer als Monotonie–  sowie die Freiheit, selber Entscheidungen zu treffen. Die Stelle hat diese Abwechslung und Selbstständigkeit in einem technischen Umfeld versprochen, und das kann ich schon jetzt sagen: Sie hält, was sie verspricht. Das (gesetzliche) Messwesen ist ein sehr spannender wissenschaftlicher Bereich, an welchem ich dank meiner Arbeit sehr nah dran bin und Entwicklungen mitverfolgen kann. Auf diese Weise kann ich viel von meiner bisherigen Tätigkeit einfliessen lassen.

Wie hat dein Umfeld darauf reagiert?
Den Beruf Eichmeister kennen, zumindest in meinem Umfeld, die wenigsten. Deshalb haben ausnahmslos alle Freunde mit grossem Interesse auf die Stelle reagiert. Mein Vater war natürlich stolz, als ich ihm erzählte, dass ich nun Polizist bin ;-)… endlich mal was Vernünftiges. Meine Kinder brauchten etwas Zeit, bis Sie verstanden, warum wir jetzt im Herbst nicht mehr «Trüübeli» ablesen, freuen sich aber, dass ich am Abend früher zuhause bin und am Wochenende mehr Zeit habe.

Was machst du als Eichmeister eigentlich genau? Wie sieht dein jetziger Alltag aus?
«Der Eichmeister schützt die Bevölkerung vor gewollten und ungewollten Falschmessungen» ist die Maxime, nach welcher wir im Eichamt leben. Überall da, wo über Gewicht, Liter, Meter etc. verkauft werden, muss ein geeignetes Messmittel verwendet werden. Der Eichmeister prüft in geregelten Abständen, ob das verwendete Messmittel konform eingesetzt wird. Wir kontrollieren die Schweinewaage beim Bauern, die Gemüsewaage beim Grossverteiler und die 50-Tonnen-Brückenwaage bei der Futtermühle. Aktuell macht der Kraftstoffpreis teils schmerzhafte Kapriolen, da ist es doch beruhigend zu wissen, dass der Eichmeister kontrolliert, dass man an der Tankstelle die korrekte Menge Diesel für sein Geld erhält. Der Eichmeister ist auch verpflichtet, geltende Weisungen der Mengenangabenverordnung durchzusetzen.

An einem normalen Tag gehe ich morgens jeweils zwischen 6.30 Uhr und 7.30 Uhr aus dem Haus und fahre entweder ins Büro für administrative Arbeiten oder direkt zu Kunden, um Eichungen vorzunehmen. Nicht alle Eichungen können unangemeldet erfolgen, sondern bedürfen einer gewissen Vorbereitung. An einem guten Tag schaffe ich ca. drei bis sechs Kundenbesuche, je nach Anzahl Messmittel und allfälliger Justierarbeiten. Bei grossen Waagen bedarf es grosser Gewichte, weshalb ich ins Büro in Nottwil fahre und dort unseren Camion belade. Oft eichen wir grosse Waagen zu zweit und helfen uns untereinander. Sowieso ist die Zusammenarbeit untereinander super.
An zwei Tagen pro Woche bin ich für meine beiden älteren Töchter daheim zuständig. Dann gehe ich am Morgen erst um 8.00 Uhr aus dem Haus und mache etwas länger Mittag. Ich erachte dies als grossen Vorteil, wenn man die Freiheit hat, sich die Arbeitszeiten selber einzuteilen.

Würdest du dich wieder für die Luzerner Polizei als Arbeitgeberin entscheiden?
Es ist sicherlich noch etwas zu früh, ich bin noch kein Jahr dabei und muss vieles noch kennenlernen, aber ich würde mich wohl nicht in die Nesseln setzen, wenn ich zu einem Ja tendiere. Ich fühle mich als Mitarbeiter wahrgenommen und die sicheren Arbeitsbedingungen schaffen die Umgebung, damit ich mich auf meine Arbeit freuen und konzentrieren kann. Die Luzerner Polizei bietet Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln, weshalb für mich momentan alles stimmt.

Hast du Tipps für Personen, die als Zivilangestellte bei der Luzerner Polizei arbeiten möchten?
Scheinbar hat es sich ausgezahlt, dass ich mich in meiner wilden Zeit doch an die Regeln gehalten habe. Die Luzerner Polizei besteht nicht nur aus Polizistinnen und Polizisten in Uniform, sondern bietet daneben viele genauso spannende Tätigkeiten.

Möchtest du noch etwas Abschliessendes sagen?
Ich persönlich habe noch nie einen «schlechten» Polizisten oder eine «schlechte» Polizistin getroffen und dafür bin ich dankbar.


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